reflections

Ich wär' sogerne anders als ich.

Der Film "the Hole" ist wirklich gut. Erst heute habe ich ihn gesehen und festgestellt, dass ich ein Stückchen wie diese Liz bin. Auch ich will Dinge die ich nicht haben kann, nur, dass ich die Person die ich liebe schon etwas besser kenne. Ausserdem fehlt mir wohl etwas die kriminelle Energie, die Selbstsucht oder die Bösartigkeit um Freunde, oder generell andere Menschen, sterben zu lassen, nur um diese eine Person zu bekommen. Manchmal glaube ich aber, irrwitzger Weise, dass es mir besser gehen würde, wenn ich sowas könnte. Mit dem Verstand, weiß ich natürlich, dass es falsch, selbstsüchtig, egoistisch und LETZTENDLICH nicht gut sein kann, aber, subjektiv betrachtet, bin ich manchmal erpicht auf dieses kleine Stückchen richtig glücklich sein, bevor es dann die Hölle wird, weil ich einen Fehler gemacht habe. Manchmal frage ich mich auch, wie Dinge verlaufen würden, wenn ich an einem ganz bestimmten Punkt einfach aufhören würde darüber nachzudenken und das Vernünftigste zu tun, sondern sich einfach mal hingeben und etwas unvernünftiges tun was einen für einen Moment glücklich macht. So wie eine Droge. Drogen nehmen ist vielleicht das beste Bild um mich genau zu erklären. Ich bin viel zu verstandsbetont, rational und kopflastig um mir mal eben eine Pille einzuschmeißen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Ich denk viel zu weit, an die Konsequenzen, die Dinge die passieren könnten, als das ich das einfach mache. Den Kopf einfach ausstellen kann ich auch nicht. Das ist mein Problem. Nicht in Bezug auf die Drogen, sondern auch auf andere Dinge. Anstatt ich einfach sage *das ist das Leben*, denk ich weiter und verpass Erfahrungen die sehr süß sein können und dann einen bitteren Nachgeschmack haben.
"Ich wär' so gern so blöd wie du!", ein Satz der verdammt arrogant klingt, den ich aber nur allzugut kenne. Objektiv betrachtet, sind dumme Menschen und Menschen die nicht viel nachdenken vielleicht nicht glücklicher. Immerhin treffen sie später oder im Nachhinein Probleme, die sie hätten vermeiden können, wenn sie früher nachgedacht hätten. Aber subjektiv, davon bin ich überzeugt, sind sie glücklicher, weil sie auch viel mehr schöne Erfahrungen aus Ereignissen mitnehmen und die Welt auch nicht immer so gerecht ist, dass alles schlecht ausgeht. Menschen können auch einfach Glück haben, was viele von ihnen auch haben.
Das Nachdenken lässt sich bei mir nicht ausstellen. Es fordert manchmal sogar meinen Schlaf. Damit nicht genug, macht es mich in meinem Inneren überheblich denen gegenüber, die es weniger praktizieren als ich. Letztendlich schadet das nur mir selbst, denn den anderen ist es egal, was ich über sie denke, aber mir ist es nicht egal nicht verstanden zu werden und das Gefühl zu haben vollkommen alleine dazustehen und einsam in meinen Gedanken zu sein.

11.8.07 00:55

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