reflections

Zwischen den Zeilen-Ausserhalb der Schublade.

Heutzutage ist es so einfach alles in Kathegorien einzuteilen. Haarfarben, politische Gesinnungen, Musikrichtungen und Lebensstile sind nur ein Bruchteil, der die Schubladen in unserem Kopf füllt. Aus diesen Schubladen bauen sich dann Menschen, für die wir auch wieder passende Schubladen bereit haben. "Ich bin Punk", "Ich bin Oi", "Ich bin Hopper", "Ich bin Metaller".. ja selbst für Menschen die in keine dieser Schubladen passen haben wir eine: "Ich bin Normalo". Was aber ist mit Menschen die garnicht in diese Schubladen wollen? Ich lasse mich nicht gern einordnen. Ich bin weder Punk noch Emo noch Metal noch Crossover.. aber ein Normalo bin ich auch nicht. Mensch, Mädchen sind die beiden einzigen Zuordnungen die sich für mich treffen lassen. Und auch bei denen werden sich sicherlich Menschen finden lassen, die mir diese aberkennen wollen.
Warum gibt es diese Schubladen? Welchen Sinn haben sie?
Der Sinn ist ein ganz einfacher, sie schirmen eine *Szene* ab. Schubladen schirmen ab, schützen und schränken ein. Auch einen Teil unserer Identität machen sie aus. Durch das kathegorisieren können wir Menschen für uns selektieren (Ich weiß, das klingt schlimm, aber das ist so.). Dabei helfen uns sowohl die Vorurteile die uns ANDERE über die Szene in die Schublade legen, als auch die Erfahrungen, die wir selbst machen. Natürlich ist der Mensch lieber unter seinesgleichen. Warum über den Tellerrand, pardon den Schubladenrand hinausschauen? Was man da entdeckt ist sowieso anders und deshalb suspekt.
Am Schlimmsten von allen, sind alle diese Leute die in garkeiner Schublade sind oder in ganz viele reingesehen haben. Die können sich bestimmt nur nicht festlegen oder passen nicht in eine Schublade.
Das stimmt, sie passen in keine, weil sie merken wie eng es eigentlich darin ist. Menschen die zwischen den Zeilen, oder ausserhalb von Schubladen leben haben es schon nicht leicht. Sie sind frei und gleichzeitig isoliert. Ausserdem kann man sie verschieben. Sie sind Aussenseiter wo sie hinkommen. Bei den Emos sind sie Metaller bei den Metallern Gothics und bei den Gothics Punks. Dabei sind sie eigentlich nur eine einzige Sache: sie selbst. Macht die Schubladen auf und lernt die Menschen ausserhalb kennen, alle werden davon profitieren.

11.8.07 00:45, kommentieren

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