reflections

Verstandsbetont

Gestern bin ich endlich wieder zur Besinnung gekommen. Ich war eingelullt durch emotionale Denkweisen und Gefühlen. Ich habe zwischenmenschliche Beziehungen wohl zu sehr glorifiziert und hätte darüber hinaus fast den objektiven Überblick über diese Beziehungen verloren. Das Herz ist dafür da um Blut durch den Körper zu pumpen und das Hirn zum Denken. Vielleicht ist es nur eine Phase, so zu denken, aber ich fühle mich zur Zeit ziemlich gefühlsleer. Es ist als wäre etwas betäubt, oder abgestorben in den Beziehungen zu anderen Menschen. Vielleicht ist es morgen schon vorbei, ich weiß es nicht. Es ist auch nicht so, dass ich die Menschen die mir wichtig sind weniger wichtig sind. Nur das mit den Gefühlen ist so, als ob man sie nur noch gedämpft wahrnimmt. Wie eine Tür, die zugeschlagen ist, aber durch die ich jetzt noch die Musik höre. Nur nicht mehr so klar.
Es war gestern keine Enttäuschung. Aber je mehr ich darüber nachdachte desto mehr war es eine Ernüchterung. Irgendwas hat sich in mir erstmal geschlossen. Die Farben die Freundschaften hatten sind alle etwas verblasst und an dem Glanz zu manchen Highlights im Punkt zwischenmenschlicher Beziehungen, scheinen sich meine Augen ersteinmal satt gesehen zu haben.
Wie über Gefühle reden, wenn man sie gar nichtmehr richtig wahrnimmt?
Ich hoffe diese Taubheit geht vorbe
i.

11.8.07 00:54, kommentieren

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Berlin im Sommer

Es ist beängstigend was für Leute um diese Zeit in Berlin unterwegs sind. Ausserdem hab ich das Gefühl, die BVG tauscht im SOMMER, wenn es offizielle 40°c in der Bahn 70°C ist, die normalen Bahnen gegen die Bahnen aus, in denen Fenster nicht öffnene kann. Da lernt man seine Mitmenschen nochmal ganz neu kennen. DANKE LIEBE BVG! <.<

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Die Sache mit dem Lernen

Ich habe heute mal wieder etwas gelernt. Ich habe gelernt, dass ich, egal wie ichs auch anstelle, ich nicht haben kann was ich wirklich brauche oder will. Ich werde es auch nicht bekommen. Wenn ich es dann vielleicht doch mal habe, werde ich es nichtmehr wollen. Das ist immerso bei mir.
Ausserdem habe ich gelernt, dass man sich an schmerzliche Ereignisse (seien sie auch noch so lächerlich für Aussenstehende) nicht gewöhnen kann. Man kann sich eigentlich nichtmal darauf vorbereiten, auch wenn man weiß, dass es durchaus möglich ist. Aber mal ehrlich, wer hält sich die ganze Zeit, die schlimmste Variante, die möglich ist, vor Augen? Ich sollte nach 20 Jahren gelernt haben, dass meine Gefühle oder meine *Liebe* es für andere Menschen nicht wert zu sein scheint, sie auf diese Weise zu erwiedern. Dass sie sich nicht wollen und darauf auch verzichten können. Ausserdem sollte ich lernen, dass sie mir eigentlich nur wehtut und auch ich deshalb darauf verzichten kann.

11.8.07 00:52, kommentieren

Mein Schmetterling

Es gibt da einen Menschen, der ist mein Schmetterling. Er ist sehr zerbrechlich, frei und schön. Aber das erste, was die Menschen sehen sind seine Flügel. Aber die Flügel sind nicht der Schmetterling. Die meisten Menschen sehen die Flügel und nicht das Tier das dahinter ist. Aber wenn man diese Flügel abreißt sind sie erschrocken über das ganz veränderte Antlitz dieses raupenähnlichen Tieres. Ich habe das Tier gesehen und das Tier fand ich schöner als die Flügel. Und immer wenn zu mir jemand sagt "Das ist aber ein schöner Schmetterling". lächel ich und sage "Du weißt garnicht wie schön er wirklich ist."

1 Kommentar 11.8.07 00:51, kommentieren

Meine Stadt

Sie ist laut, stinkend, eng, kalt, anonym, grau, groß, erschlagend, multikulturell, bunt, grün, voller Menschen, vielsprachig, eingenartig, normal, seltsam, tolerant, intolerant, gealttätig, kriminell, heimatlich, angseinflößend, ein Dorf, infrastrukturell gut ausgestattet, historisch, kulturell, alt, neu, arm, reich, gebildet, dumm, ignorant, aufgeschlossen, warm, heiß, gesichert, ungesichert, schutzbietend, weit, einmalig und für jeden etwas anderes.

1 Kommentar 11.8.07 00:50, kommentieren

Gesagt

Worte können Berge versetzen. Davon bin ich überzeugt. Worte, können alles sagen, sie können Wunden heilen und ganze Herzen erleuchten. Aber Worte können auch tief verletzen, und ätzender sein als jede Säure. Sie können sich in den Kopf einbrennen, viel schärfer als glühendes Metall es vermag. Und Worte können enttäuschen. In vielen Wegen. Wenn man sich durchringt sie zu sagen und sie am Ende nicht die erhoffte Erleichterung bringen. Heute habe ich Worte ausgesprochen, die (noch) nicht hätten gesagt werden sollen. Und diese Worte haben Berge versetzt. Diese Worte haben mir ganze Gebirge in meinen Weg gesetzt. Es wird sich nichts ändern? Doch denn diese Worte, die ich selbst gesagt habe, haben MICH verändert. Doch Worte haben noch eine Eigenschaft die jetzt dazu kommt: Einmal ausgesprochen kann man sie niewieder zurücknehmen. Man kann nur neue Worte finden um das Gesagte zu entkräften oder verändern, aber das vermag ich im Moment einfach nicht. Ich glaube auch, dass meine Worte viele deiner Worte getötet haben, noch bevor du sie ersonnen hast. Nun, ich habe es gesagt, ich muss damit leben, denn ändern, kann ich es nichtmehr. Vielleicht, musste das sein. Oft hat mich der schmerzhafteste Weg am weitesten geführt. Auch wenn ich diese Wege fürchte, ich bin sie immer gegangen, so wird es immer sein. Zurück kann ich nicht, da stehen diese Worte. Vorwärts kann ich nicht. denn da steht das unüberwindbare Gebirge. Es bleibt nur ein Weg, der Weg den ich gemieden habe. Nun ist das Wohl die Quittung dafür. Aber ein Gutes hat das Gesagte, ich weiß nun was ich will, zumindest in diesem Moment: Selbstbestätigung.

11.8.07 00:49, kommentieren

Unser Lied

Wenn man Menschen sehr gerne hat, teiltman mit ihnen unzählige Dinge. Von den selben Interessen bis zu seinen Körperflüssigkeiten gibt es unzählige, geistige und materielle Sachen dir man teilen kann (obwohl man Körperflüssigkeiten auch, in sehr alkoholisierten oder anders artig berauschten Zustand, mal ganz gerne mit dem penetranten Penner von der Party teilt). Eines der wichtigten Dinge in dieser Liste ist ein Lied. Der gemeinsame Song oder einfach "Unser Lied". Ich habe fast mit allen Menschen die mir wichtig sind ein gemeinsames Lied (mit manchen auch mehr, mit Nine komm ich auf über 14 ö.ö ). Aber leider eben noch nicht mit allen. Nun wie wählt man diesen Song aus der einen verbindet? Er sollte einen auf jedenfall an die entsprechnde Person erinnern. Wenn man also alleine irgendwo rumhängt und denn hört man das Lied (zum Beispielim Kaufhaus) sollte man als erstes an die Person denken. Er sollte auch irgendwas wiederspiegeln, entweder erinnert er einen an eine KONKRETE Situaton mit dem anderen Individuum oder er hat zumindest eine Aussage, die das Verhältnis zu der Person schon ganz passend beschreibt. Er sollte unverwechselbar sein. Wenn sich für einen alle Lieder einer bestimmten Band gleich anhören, eignen sie sich nicht für einen gemeinsamen Song. Man sollte ihn vllt. auch singen können und gut kennen, denn so kann man ihn auch schonmal selbst für sich hinsummen wenn man sich an die Person erinnern MÖCHTE.
Vielleicht macht ihr ja jetzt euer gemeinsames Lied an und denkt an eure Liebsten. Ich wünsch euch viel Spass dabei.
P.S.: Ich höre gerade Mando Diao mit "Lady". Ich hab dich lieb, Darja.

11.8.07 00:47, kommentieren



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