reflections

An mein Leben

An Nine
Ich schreibe dir diesen Brief in dem Wissen, dass ich ihn dir wohl niemals geben werde.
Du bist mein Leben, eben meine Allerbeste Freundin und ich liebe dich, aber auch dir würde ich einige Dinge niemals soeinfach sagen. Vielleicht sogar gerade dir nicht, weil ich Angst hätte dadurch etwas zu zerstören. Ich liebe dich, du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, ein Stück meiner Welt, ein Teil meiner Familie.  Das bedeutet für mich, dass ich mich bei dir wohl und geborgen fühle, so wie bei meiner Mutter. Ich habe in dich eine Art Urvertrauen. Ich würde niemals einem anderen glauben, der mir sagte du würdest mich hintergehen, ich würde es vielleicht noch nicht einmal glauben, wenn ich mit eigenen Augen sehen oder mit eigenen Ohren hören würde wie du es tust. Ich bitte dich, bleib bei mir, was auch ist. Auch wenn ich eine schlechte Freundin bin, auch wenn ich sage geh, bitte bleib. Denn wenn ich sowas sage, bin ich wohl nicht ganz bei Sinnen. Du bist so wunderbar normal, verrückt und manchmal aufgedreht, aber dennoch gesund normal, das liebe ich so. In der Beziehung scheinst du das komplette Gegenteil von mir zu sein. Ich denk so oft über seltsame Dinge nach. Über den Tod, oder die Existenz..ich wünsche mir sooft ich würde einfach aufhören zu existieren. Ich will dann nicht mal sterben..das würde mir nicht reichen, denn ich muss dann zumindest damit rechnen, dass danach noch etwas kommt, aber ich bin dessen Allem so müde. Ich bin müde und kann nicht schlafen. Ich sehe nichts wirklich Positives in meiner Zukunft wenn die Lichter aus sind. Das meint man wohl mit "Nachts sind alle Katzen grau." Manchmal sind sie das für mich auch am Tage. Dann bin ich nicht mal wirklich traurig, ich kann nicht weinen, aber mir ist alles so egal und ich bin so müde. Ich denke diese Art von Melancholie liegt einfach in meiner Natur. Du hast nichts falsch gemacht, niemals. Du hast dich nicht zu wenig gekümmert um mich. Ich habe es ja selbst manchmal gar nicht zugelassen, aus den selben Gründen warum ich dir diesen Brief eigentlich niemals geben will. Was auch immer in ferner oder naher Zukunft mit mir geschieht, du hast mein Leben mehr als bereichert. Wir hatten Höhen und Tiefen, wir haben Höhen und Tiefen und wir werden auch sicherlich und hoffentlich noch viele haben. Wenn ich mich an Zeiten erinnere in denen ich mich lebendig gefühlt habe, bist du meistens dabei und auch die treibene Kraft darin. Ich glaube das ist das wichtigste. Nicht, dass man nur zusammen glückliche Zeiten verbringt, sondern, dass man sich zusammen lebendig und voller Elan fühlt. Das man in dieser Zeit nicht müde wird, sondern höchstens erschöpft von viel Lebendigkeit ist. Mein jetziges Leben schwankt zwischen Tristesse und Traurigkeit, mit wenigen Lichtpunkten darin. Wahrscheinlich wird es sich wieder ändern. Aber egal was ist, du bist einer dieser Lichtpunkte darin.
Ich bin ein kleiner Mensch in einer großen Welt und so fühl ich mich auch meistens. Ich fühl mich oft zu klein und unbedeutend und auch zu wertlos für diese Welt. Ich will mich dann einfach auflösen und schlafen und dann als jemand vollkommen Neues in einer neuen Welt erwachen. Aber wenn du da bist, dann schäum ich manchmal über vor dem inneren Gefühl etwas wert zu sein. Ich fühl mich dann größer und nicht mehr einsam. Ich bin dann nicht mehr diese kleine Jana, sondern wir beide sind allerbeste Freundinnen und die Welt kann uns mal. Und selbst wenn ich irgendwann mal als wer anderes in einem neuen Leben erwache, hoffe ich, dass du auch dasein wirst. Denn du bist mein Leben, ein Stück meiner Welt, ein Teil meiner Familie, der Lcihtpunkt der mein Urvertrauen hat, die allerbeste Freundin die mich groß macht und bei der ich mich geborgen fühle.

...Dein Verlassen würde Welten zerstör'n, doch daran will ich nicht denken...
                                     [Silbermond-das Beste]

1 Kommentar 27.8.09 18:35, kommentieren

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Sommerabend mit Julie

Ich steh' an der U-Bahnstation und warte. Selbst hier riecht es nach Sommer. Die U-Bahn fährt ein, ein dichtes Gedränge. Die Tür öffnet sich, da steht sie. Sie winkt mir zu, ich steige ein.  Es ist warm und stickig; voll und jeder menschliche Körper in dieser Bahn macht es noch wärmer. Zum Glück hielt sie uns schon Plätze frei. Ich setze mich zu ihr und wünsche mir, dass sich Nichts verändert hat zwischen uns. Meine Wünsche bleiben meist unerfüllt. Sie redet von ihrem neuen Leben und wie ihr altes Platz darin findet. Ich hoffe, den finde ich auch. Ich habe das Gefühl ich lerne einen neuen Menschen kennen und fühle mich automatisch abgelehnt-wie immer. Sie rutscht näher und ich höre nun besser, was sie sagt. War wohl Sinn und Zweck der Aktion. Sie redet von einem Jungen. Erst von dem Neuen, dann von dem Alten und ich bemerke, dass mich ihre Haare noch genauso faszinieren wie sie es bei unsere, ersten Gespräch vor über 5 Jahren getan hatten. Nur sehen sie jetzt anders aus. Sie hat nicht die Haare verändert aber ihre Einstellung dazu. Auf einmal sind diese Haare selbstverständlich. So wie sie. Ich frage mich, warum sie weg war. Eigene Schuld. Im Innersten verfluche ich den Lauf der Dinge, dass sich das Gute immer ändert und das Schlechte nur die Farbe wechselt. Ich habe sie wirklich vermisst.

Die Bahn hällt an und wir steigen aus. Zu ihr wollen wir und jetzt bin ich dran von meinem neuen Leben zu erzählen. Ich konzentriere die Schilderungen auf einen Aspekt. Mehr will ich nicht sagen, denn mehr spielt keine Rolle und ist belastend. Ich will nur die Tür ins Alte offen halten. Wir biegen in die Straße ein, in der sie wohnt. Es ist schön hier. Ich bin deprimiert von meinem eigenen, neuen Leben und auch dem einzigen Aspekt, den ich mit ihr teile. Sie hat eine neue Mitbewohnerin, aber die ist nicht da. Gut, also sind wir allein. Wir sitzen da und sie kommt auf die Idee mir einiges zu zeigen. Ich sehe das neue Leben in Bildern. Gefällt mir. Es wird später und auch ich habe Möglichkeiten, um das neue Leben festzuhalten, mitgebracht. Ich schminke sie, wie früher. Und wir machen Bilder. Ich halte alles im Innersten fest. Es ist nicht mehr wie früher. Ständig dieses Gefühl, dass es so schnell enden kann. Aber das hat es schon längst. Wir haben ja neue Leben.

Sie meint, wir könnten einen Film sehen und ich bin begeistert. Mittlerweile ist es so dunkel, dass der flackernde Fernseher die einzige Lichtquelle im Raum ist. Wir liegen auf dem Bett, es ist bequem, ihr Geruch sogar vertraut. Ich habe sie vermisst. Dieses Gefühl, das ich früher kaum wahrnahm ist gerade das wichtigste auf der Welt für mich. Sie kuschelt sich an, ihr Kopf ruht auf meinem Bauch. Gerade sind wir im alten Leben, nur kann ich es jetzt wertschätzen. Ihr Atem beruhigt mich. Und ich werde das erste Mal in meinem Leben wegen ihr eifersüchtig. Auf die neuen Leute, auf die Mitbewohnerin.

Das Ist gerade einer der schönsten Momente in meinem Leben.

Der Film endet. Der Moment auch. Ich muss gehen. Sie bringt mich noch zum Bus und ich wünsche mir nur, dass ich irgendwann in Julies neues Leben passe.

13.6.09 01:15, kommentieren

Die Zeichen unserer Zeit

Ich meinte einst, ich würde Respekt verdienen, da ich diesen, den Menschen, von denen ich ihn erwarte, auch entgegenbringe, aber da wurde ich eines besseren belehrt. Ich dachte auch ich wäre für die Menschen die ich liebe, liebenswert, auch in dem Punkt hab ich mich getäuscht. Es ist nichts mit Geben und Nehmen und so behandeln wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Vergeßt das, wer swas sagt, der irrt in der heutigen Zeit. Vergeßt eure Kinderstube und die einzigen vernünftigen Werte, die ihr in diesem Leben sicherlich irgendwann man gelernt habt, denn ihr selbst führt sie nahezu alle ad absurdum.

1 Kommentar 21.4.08 19:40, kommentieren

Schattenmensch

Schon seit ich denken kann hab ich in meinem eigenen Leben meistens die Nebenrolle gespielt. ich war immer *die beste Freundin* oder die *Traumfrau auf platonischer Ebene*. Ich hatte nie eine Hauptrolle. Ich stand immer lächelnd daneben wenn men Traumtyp, eine andere heiratete und war immer die *guter Freundin* oder ewige Brautjungfer. Hätte ich geweint, hätte das nichts genützt. Ich spiel nur eine Nebenrolle. Ich bin nur der Mensch im Schatten. Ein Schattenmensch.

2 Kommentare 27.2.08 00:58, kommentieren

I'm so lucky, lucky

Mein heutiger Ohrwurm trifft voll meine momentane Stimmung: Lucky Twice-Lucky. Die ganze Zeit spukt mir dieses "I'm so lucky, lucky.." Nun schon durch den Kopf und ja, heute hatte ich wirklich einen tollen Tag. Obwohl auch "I'm so happy, happy.." passen würde. Ich habe mich heute mit KEINEM Menschen gestritten der mir wichtig ist oder war. Ich hatte heute ein niveauvolles Gespräch mit meinem Ex und verspürte zeitweilens den brennenden Wunsch einen Liebesfilm zu schauen. Ich hab wieder eine tolle Zeit mit Darja gehabt. Eine zu kurze Zeit mit Alfi, Malte und Pia. Viel Spass mit Bella und ein faszinierendes Gespräch über Literatur und Film mit Natalia. <3

1 Kommentar 11.8.07 00:57, kommentieren

Unzulänglichkeit

Ich=unzulänglich.

11.8.07 00:56, kommentieren

Ich wär' sogerne anders als ich.

Der Film "the Hole" ist wirklich gut. Erst heute habe ich ihn gesehen und festgestellt, dass ich ein Stückchen wie diese Liz bin. Auch ich will Dinge die ich nicht haben kann, nur, dass ich die Person die ich liebe schon etwas besser kenne. Ausserdem fehlt mir wohl etwas die kriminelle Energie, die Selbstsucht oder die Bösartigkeit um Freunde, oder generell andere Menschen, sterben zu lassen, nur um diese eine Person zu bekommen. Manchmal glaube ich aber, irrwitzger Weise, dass es mir besser gehen würde, wenn ich sowas könnte. Mit dem Verstand, weiß ich natürlich, dass es falsch, selbstsüchtig, egoistisch und LETZTENDLICH nicht gut sein kann, aber, subjektiv betrachtet, bin ich manchmal erpicht auf dieses kleine Stückchen richtig glücklich sein, bevor es dann die Hölle wird, weil ich einen Fehler gemacht habe. Manchmal frage ich mich auch, wie Dinge verlaufen würden, wenn ich an einem ganz bestimmten Punkt einfach aufhören würde darüber nachzudenken und das Vernünftigste zu tun, sondern sich einfach mal hingeben und etwas unvernünftiges tun was einen für einen Moment glücklich macht. So wie eine Droge. Drogen nehmen ist vielleicht das beste Bild um mich genau zu erklären. Ich bin viel zu verstandsbetont, rational und kopflastig um mir mal eben eine Pille einzuschmeißen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Ich denk viel zu weit, an die Konsequenzen, die Dinge die passieren könnten, als das ich das einfach mache. Den Kopf einfach ausstellen kann ich auch nicht. Das ist mein Problem. Nicht in Bezug auf die Drogen, sondern auch auf andere Dinge. Anstatt ich einfach sage *das ist das Leben*, denk ich weiter und verpass Erfahrungen die sehr süß sein können und dann einen bitteren Nachgeschmack haben.
"Ich wär' so gern so blöd wie du!", ein Satz der verdammt arrogant klingt, den ich aber nur allzugut kenne. Objektiv betrachtet, sind dumme Menschen und Menschen die nicht viel nachdenken vielleicht nicht glücklicher. Immerhin treffen sie später oder im Nachhinein Probleme, die sie hätten vermeiden können, wenn sie früher nachgedacht hätten. Aber subjektiv, davon bin ich überzeugt, sind sie glücklicher, weil sie auch viel mehr schöne Erfahrungen aus Ereignissen mitnehmen und die Welt auch nicht immer so gerecht ist, dass alles schlecht ausgeht. Menschen können auch einfach Glück haben, was viele von ihnen auch haben.
Das Nachdenken lässt sich bei mir nicht ausstellen. Es fordert manchmal sogar meinen Schlaf. Damit nicht genug, macht es mich in meinem Inneren überheblich denen gegenüber, die es weniger praktizieren als ich. Letztendlich schadet das nur mir selbst, denn den anderen ist es egal, was ich über sie denke, aber mir ist es nicht egal nicht verstanden zu werden und das Gefühl zu haben vollkommen alleine dazustehen und einsam in meinen Gedanken zu sein.

11.8.07 00:55, kommentieren



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